KULTUR & GESELLSCHAFT

      Befremden und Verzaubern

      Der Alentejo ist seit mindestens 7000 Jahren besiedelt, die frühesten Spuren sind die unzähligen Dolmen (Hünengräber) und Cromeleques (Steinkreise) im oberen Alentejo. Seit den Römern ist die Landwirtschaft vom Großgrundbesitz geprägt. Der wechselseitigen Beeinflussung von Landschaft und Klima, Macht, Wirtschaft und Mentalitäten kann bei einer Wanderung über die Felder und dem Hörerlebnis des Cante Alentejano nachgespürt werden. Der Cante befremdet mit seinen uralten A-capella-Liedern, die vor fünf Jahren zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Der Cante macht uns immer wieder klar, dass wir noch wenig begriffen haben vom Leben in dieser äußeren Grenzregion Europas.
      In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen und Betrieben bereitet marmello Besuche in Ölmühlen, in einer Bäckerei, in den Adegas der Weinbaugebiete, in der Bibliothek und mit örtlichen Chorgruppen vor.

      „... überhaupt ist mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, nichts zu vergleichen. Ob ich immer gleich noch derselbe bin, so mein' ich bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein."

      - J. W. von Goethe

      Foto: Friederike Heuer

      Beje: Denkmal für Al Mu'tamid

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      Serpa

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      Carnaval de Cuba

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      Loja 'A Paixao' em Serpa

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      Serpa: In diesem Eckhaus versteckt sich die 'Casa do Cante'

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      Frisch geschälte Korkeichen